HUMAN statt Digital Transformation!

Khalil Bawar Unkategorisiert 0 Comments

Und da jagen sie ihm nun alle hinterher. Dem neuen Trend der digitalen Transformation. Immerhin hat sich die Erkenntnis nun breit gemacht, dass sich alt hergebrachte Geschäftmodelle grundlegend verändern werden, ja müssen. Und wie reagiert nun der moderne, innovative und zu allem entschlossene Unternehmenslenker? Er denkt sich, digitale Transfomation braucht natürliche digital kompetente Mitarbeiter. Also rein in die junge Start Up Szene auf der Suche nach wilden Ideen und frischem Blut. Ganz euphorisch und doch vergesssend, dass er in seinem Unternehmen bereits Mitarbeiter hat, die sich eben auch dieser “Challenge der neuen digitalen Gesellschaft” stellen wollen und müssen. Aber neue Besen kehren gut. Aber kehren sie auch besser?

Warum also nicht erst den suchenden Blick in die eigene Unternehmung richten. Warum nicht erst Talente im eigenen Unternehmen finden und fördern? Antwort: weil es aufwendiger erscheint und meisst auch nicht so “sexy” ist, als wenn man gleich mal einen neuen Inkubator oder Accelarotor in Berlin gründet, um dort die digitale Elite einzufangen. Nur die hat vielleicht nicht eben gerade auf das Unternehmen X oder Y gewartet. Start Up´s, zumindest die guten, machen auch so ihren Weg. Dass einzige, was deutsche Start Up´s zur Zeit wirklich brauchen ist ausreichendes Kapital. Und nicht noch einen kreativen Open Space, der als Inkubator getarnt jungen Unternehmern preiswerten Büroraum anbietet. Das gab es auch auch schon vorher (siehe Betahaus & Co.).

Fakt ist, dass die Zukunft digitaler wird. Fakt ist auch, dass viele Unternehmen sich darauf bisher in ihren Strukturen und Prozessen noch nicht ausreichend vorbereitet haben. Für uns im NavigationLab jedoch zählt ein ganz anderer Aspekt der aktuellen Entwicklung: die Unternehmen haben sich kulturell mit den neuen Herausforderungen noch zu wenig beschäftigt. Und die unternehmens-eigene Kultur findet man eben nicht in Berliner Inkubator Hub´s sondern in der eigenen Buchhaltungs- oder Vertriebsabteilung. Wie perfide scheinen die Diskussionen um die Bedeutung des eigenen “Human-Kapitals” und die diversen “Change Programme”, wenn es auf der anderen Seite nicht gelingt, alle (!) Mitarbeiter in Sachen Inovationskraft zu erreichen und mit auf die Reise in eine digitale Zukunft zu nehmen. Unser Ansatz ist immer, dass wir von “Innen nach Aussen” die kreative Energie eines Unternehmens nutzen wollen um nachhaltig eine Innovationskultur zu entfachen, die auch den letzten Mitarbeiter im Unternehmen befähigt, neue Ideen zum Wohle des Unternehmens zu entwickeln. Es zählt also der Faktor Mensch und nicht alleine der Faktor Digitalisierung an sich. Was bedeuten die permanenten Veränderungen für jeden einzelnen von uns? Ist es nicht auch die Verantwortung der Unternehmensführung zunächst eben intern Möglichkeiten zu schaffen, sich kreativ mit neuen Ideen einzubringen, statt ins Silicon Valley zu reisen um dort zu schauen wie unglaublich bunt, kreativ und dynamsich Google und Co. an der Zukunft arbeiten? Gut, geschenkt – natürlich darf und vielleicht sollte man beides tun. Inspiration ist immer gut um neue Dinge anzupacken. Aber bitte nicht in der Form, dass man seinem eigenen Management und den eigenen Mitarbeitern es nicht mehr zutraut, die digitale Zukunft mit neuen Ideen zu gestalten. Wir glauben an die kreative Kraft, die in den Unternehmen schlummert. Und wir möchten diese gemeinsam mit unseren Kunden wecken und fördern. Das braucht weder einen externen Inkubator noch einen Accelarator. Besser wäre es, in eigene firmeninterne Hub`s und kreative Lab´s zu investieren. Das manifestiert und verortet den Willen, dass man gemeinsam im Unternehmen lustvoll an der Zukunft arbeitet. Tag für Tag.

rp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.