Eindrücke von der CGC – Cebit Global Conference

Khalil Bawar LP 0 Comments

Derzeit läuft in Hannover die CGC, auf der zahlreiche neue Entwicklungen und Innovationen vorgestellt werden. Mit dabei vom NavigationLab sind Frank Sonder und Lena Schiller Clausen.

Wir „Daheimgebliebenen“ verfolgen das Geschehen an der zahlreichen, fundierten Berichterstattung, beispielsweise durch Podcasts von neuwaerts.fm – eine befreundete Agentur. Diese Podcasts empfehlen wir allen, die sich punktuell über die Geschehnisse informieren wollen.

Ingo Stoll mit Kollegen interviewen täglich mehrere Experten und Unternehmer zu ihrer Expertise. Ein großes Thema der Cebit sind beispielsweise Cloud-Lösungen. Hier finden Sie u.a. Interviews mit Heiko Henkes (Experton Group) und Robert Hoffmann (Vorstandsvorsitzender 1&1 AG). Beide berichteten, dass Cloud-Lösungen längst in der Industrie angekommen ist. Die Quote wird bei Konzernen auf gar 70% geschätzt. Aber auch der Mittelstand entdeckt zusehens die Chancen durch Cloud-Syteme die eigene Produktivität zu fördern.

Robert Hoffmann sieht den deutschen Mittelstand sogar in einer Führungsrolle, der er hier in Deutschland sehr ausgebreitet und stark ist.

Viel diskutiert wird die Problematik „private Clouds“ versus „public Clouds“. Gerade nach Edward Snowden haben viele den Eindruck, dass eigene Cloud-Lösungen mit Servern im eigenen Unternehmen sicherer sind als public Clouds. Hier interveniert Henkes mit dem Argument, dass große Rechenzentrum immer sicherer sind als private Lösungen. Denn Rechenzentren leisten sich hohe Sicherheitsstandards, u.a. auch durch den Trend „hack yourself“. Professionelle Hacker versuchen im Auftrag der Rechenzentren die Schwachstellen der Systeme aufzudecken – diesen Aufwand leistet sich kein Privatunternehmen. Im Gegensatz dazu sind die Zugänge zu privaten Cloud-Sytemen verhältnismäßig einfach angreifbar (man denke nur an Passwort-Zugänge, die aus Katzen- oder Kindernamen bestehen).

Spannend auch, was Levin Keller, BitcoinAge, über die derzeitige Entwicklung von Bitcoins zu berichten hat. Bitcoins sind eine freie, alternative und virtuelle Währung, die im Internet gehandelt wird. Keller spricht von einem fairen Geldhandel, der auch noch günstiger ist als bestehende Finanzangebote. Das Bitcoin-System ist weder durch einzelne Unternehmen oder Regierungen kontrollierbar und entwickelt sich gemäß der Gegebenheiten am Markt. Das macht das Bitcoin-System einzigartig und interessant im Hinblick auf künftige Einsatzmöglichkeiten. Schon heute kann man viele Produkte und Dienstleistungen via Bitcoins bezahlen (darunter auch Agenturleistungen von Neuwaerts).

Derzeit werden Bitcoins von ca. 21 Mio. EUR gehandelt – eine vergleichsweise kleine Geldmenge, wenn man sie beispielsweise mit den Transferleistungen von PayPal vergleicht. Es ist kaum möglich, weitere Bitcoins in Umlauf zu bringen – daher werden sich nach Levin Keller in den nächsten 5 – 10 Jahren weitere Systeme, basierend auf Bitcoin, etablieren, die mehr Geld in Umlauf bringen.

Interessant ist auch die gesellschaftliche Entwicklung durch Bitcoins. Da kein Staat diese Währung einfach abschalten kann, müssen die Politiker die Haltung „Bitcoins sind kein Thema“ aufgeben und sich mit dem System beschäftigen. Denn der Handel findet bereits statt und wer bei welchen Transaktionen Gebüren, Steuern etc. bezahlt ist noch recht ungeregelt. Auch wird die Bitcoin-Szene derzeit hauptsächlich durch junge Männer dominiert – es fehlen erfahrene Menschen und auch die Frauen sind kaum vertreten. Wir sind gespannt, wie sich das Bitcoin-System künftig durchsetzen wird.

 Frank Sonder im Gespräch mit Florian Henckel von Donnersmarck (Link Videoseite der CeBit)

Frank Sonder im Gespräch
mit Florian Henckel von Donnersmarck

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.